Ob Geburtstag, Hochzit

oder susch ä Fescht,

buech doch üs das isch doch s`Bescht! Mir chömed Dir cho ä Ständli singe, und tüend Dir äs Lache bringe.

 

 

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50 Jahre "Heimelig" 
      1961 - 2011
 
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31.Mai ab ca.21.00 Uhr Restaurant Frohsinn Uesslingen, Ständli singen 

 

 

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Tipp des Monats

Stadtjodelklub Heimelig Frauenfeld

 

                                                             Februar 2011

                                                           
von Markus Frei

I bi-ne Burebueb

Auch das ist ein Lied, bei dem ich immer wieder Gänsehaut bekomme. Warum? Weil ich ein Burebueb war – das bleibt man seiner lebtag lang – und weil mir diese Jodellieder direkt unter die Haut gehen.

Vor 60 Jahren wurde ich in der Brotegg (siehe Bild) geboren – so zwischen Kalbergatter und Färliboxe. Mit der Muttermilch erhielt ich gleichzeitig eine tägliche Prise Ländlermusik aus Radio Beromünster – der bei uns im Stall immer zu hören war.

Doch isch die Zyt scho lang verby,

wo-ni e chlyne Burebueb bi gsi.


                                 

 

Die Zeit verging – schnell

Mein Vater starb mit 38 Jahren von Frau und fünf Kindern weg. Da hiess es für mich als Ältesten Hand anlegen und helfen, chrampfe und hirne, melken, Traktor fahren. Heute würde man von verbotener Kinderarbeit reden. Mir hat es gefallen und gut getan.

Ich wurde zur Ausbildung in ein Internat gesteckt, wo ich die Mittelschule bis zur Matura besuchte. In den langen Sommerferien arbeitete ich jeweils bei meinem Grossvater auf der Berschner-Alp im St.Galler-Oberland mit.

Nach dem Theologie-Studium verbrachte ich 10 Jahre im Kloster als Kapuzinerbruder. Zum Glück traf ich Margrit und wie einst Maria zu Jesus kam, kam auch Margrit zu Andreas, unserem älteren Sohn. Später kam noch Daniel dazu.

Bald zog es mich, dieses Mal mit Frau und Kindern, wieder auf die Alp. Wir lebten in  den Flumserbergen, wo ich feinen Alpkäse produzierte.

Stier ‚Ermo’ und ich waren am Ende des Sommers dicke Freunde. Eine wunderbare Geschichte!

 

Wieder Gänsehaut, wenn wir ‚Alpmorge’ singen:

-                     E Alp im Summermorgefüür

-                     E grüeni Weid im Morgetau

-                     Und wemmer das so alles gseht  (Ermo und ich auf dem Bild)

 

 

                                  

 

 

 Heute sind Margit und ich immer noch auf der Brotegg. Die Kinder sind ausgeflogen.

Seit 17 Jahren leben wir zusammen mit ehemals drogenabhängigen Menschen, die den Rank ins Leben wieder finden wollen. (www.brotegg.ch)

Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich mit meinen vier Buben, zwei Ponys: Artus und Sunny und  den beiden Eseln Peppino und Janosch und Hund Kaya spazieren. Da summe ich unsere Lieder von der Bergfahrt, vom Alpmorge, vom Steimannli, und Herbstgedanke.

 

Das git mir früschi Chraft und neue Muet

 

Es ghört mir doch die ganzi Wält


                                  

 

  
 

                                             
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